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Animation

Der ursprüngliche Begriff der Animation bedeutete, durch eine Sequenz von Einzelbildern einen Film zu erschaffen (lat. animare  »zum Leben erwecken«).

Heute wird der Begriff meistens verwendet, wenn eine 2D- oder 3D-Computeranimation gemeint ist. Selbstverständlich spricht man von Animationen auch dann, wenn die animierten Einzelbilder von Hand gezeichnet wurden.

Auch in den meisten Spielfilmen werden heutzutage Computeranimationen eingesetzt, wenn durch den Einsatz Produktionskosten reduzieren werden können, ohne dass die Glaubwürdigkeit der Sequenz leidet (z.B. bei Actionszenen, Verfolgungsjagden oder Explosionen.

Bandbreiten

Unter Bandbreiten im Zusammenhang mit Video und Internet versteht man den notwendigen Datendurchsatz um Video- oder Medieninhalte vom Provider zum Nutzer bzw. Betrachter zu bringen. Da Videoinhalte oft relativ groß sind, auf der anderen Seite aber die zur Verfügung stehenden Geschwindigkeiten im Internet stark variieren, müssen Anbieter von Videoinhalten sich auch diesem Thema widmen. Konkret heißt das zum Beispiel, dass ein 60 Sekunden Video mit einer Dateigröße von 15 MB einen Datendurchsatz von 0.250 MByte/s bzw. 2000 Kbit/s benötigt. Steht diese Bandbreite (Datendurchsatz-Performance) dem User nicht zur Verfügung, wird das Video nicht flüssig bzw. ruckelfrei durchlaufen. Aus diesem Grund muss bei der Entscheidung mit welcher Bandbreitenanforderung ein Video konvertiert (gerendert) wird, immer die Zielgruppe betrachtet werden. Handelt es sich um Firmen oder spricht man den Endkonsumer an? Welche Bandbreiten hat der durchschittliche Betrachter zur Verfügung?

Videoplattformen wie zum Beispiel Youtube oder Vimeo sind unter anderem auch deshalb sehr erfolgreich, weil die dort gehosteten Videos abhängig von der dem User zur Verfügung stehenden Bandbreite in einer unterschiedlichen Qualität präsentiert werden können. So kann zum Beispiel ein User der 6000 MBit/s zur Verfügung hat, Videos auch in HD-Auflösung betrachten, wo hingegen User mit deutlich weniger Bandbreite das gleiche Video in einer geringeren Qualität betrachten kann. Diese Form von Bandbreiten-Management erfordert eine ausgeklügelte Technik und leistungsfähige Streaming-Server.

Blue-Ray Disc™

Die Blue-Ray Disc™ ist ähnlich wie die Standard-DVD oder CD ein optisches Speichermedium, allerdings mit erheblich mehr Speicherkapazität als eine Standard DVD. Aus diesem Grund lassen sich auf einer Blue-Ray Disc™ Videofilme in Spielfilmlänge in voller HD-Auflösung speichern. Um eine Blue-Ray Disc abzuspielen wird einer geeigneter Blue-Ray-Player benötigt. Ebenso verhält es sich mit dem Brennen einer Blue-Ray Disc™, auch hier wird ein spezieller Brenner benötigt. Bis zum heutigen Stand, werden die meisten Spielfilme in Videotheken noch in SD-Auflösung auf einer Standard-DVD angeboten. Allerdings nimmt das Angebot von Produktionen die auf Blue-Ray Disc™ angeboten werden stetig zu.

Dolly

Unter einem »Dolly«, versteht man eine Vorrichtung mit der sich eine Film- oder Videokamera linear oder auf einem Kreisbogen ruckelfrei bewegen lässt. Durch die kontinuierliche Verlagerung der Kamera während gleichzeitig aufgenommen wird, entsteht beim Betrachter ein besserer räumlicher Eindruck der Situation, als wie wenn man unterschiedliche Kameraperspektiven durch »harte Schnitte« miteindander verbindet. Im Bereich von aufwendigen Fernseh- und Filmproduktionen werden Dollys sehr häufig im Außenbereich eingesetzt, wobei der Dolly dann meistens auf Schienen läuft, die widerrum selbst auf unebenen Untergründen errichtet werden können. Häufig sitzt dann der Kameramann auf dem Dolly, der von einem Assistenen gezogen oder aber elektrisch angetrieben wird. Im Innenbereich werden selbst bei günstigen Serienproduktionen sehr häufig kleine, kompakte Dollys mit nur 1 bis 2 Metern Schienenlänge einsetzt. Bei sehr kurzen Bewegungen und gleichzeitig hohen Objektivbrennweiten, können elektrische Antriebsmotore die Fahrt deutlich stabilisieren und das Ergebnis verbessern.

Download-Verfahren

Beim sogenannten Download-Verfahren, muss die gesamte Videodatei lokal auf den Rechner des Users kopiert werden. Dieser Kopiervorgang passiert meistens im Hintergrund und kann auch parallel zum Betrachten des Videos geschehen. Jedoch kann der User nicht zu Inhalten in dem Video springen die nicht bereits heruntergeladen worden sind (siehe Streaming-Verfahren).

Viele Unternehmen verwenden dennoch das Download-Verfahren für die Präsentation ihrer Videos, da dieses Verfahren technisch leichter umzusetzen ist, sofern man nicht ohnehin Videoplattformen wie zum Beispiel Youtube oder Vimeo nutzt. Außerdem relativiert sich einer der entscheidenden Vorteile des Streaming-Verfahrens bei sehr kurzen Filmen - nämlich die Möglichkeit bereits nach dem Start des Videos an das Ende zu springen. Bei einem 1 oder 2 Minuten Video bringt dieser Nutzen nicht mehr allzu viel.

GEMA

GEMA steht für »Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte« und ist eine Verwertungsgesellschaft die Rechte jener Künstler vertritt, die dort Mitglieder sind.

Verwendet man z.B. für seine Videoproduktion einen Musiktitel von einem Musiker, der Mitglied bei der GEMA ist, so muss man dieses bei der GEMA als Projekt anmelden und zahlt entsprechende Gebühren. Die Höhe der Gebühren richtet sich insbesondere nach dem Einsatzzweck und dem Distributionsmedium. Da sich die Gebühren nicht immer genau vorausberechnen lassen und so zu einem unkalkulierbaren Projektrisiko führen können, oder aber für das jeweilige Projekt zu hoch sein können, hat sich eine Musikindustrie herausgebildet, die sogenannte GEMA-freie Musik anbietet. Diese Musik ist häufig auch kostenpflichtig, eignet sich aber aufgrund der spezifischen Lizenzen oft besser für Videoproduktionen, als Musik die über die GEMA verwertet wird.

h.264

Als h.264 oder h.264 Codec wird ein spezielles Komprimierungsverfahren für Videodateien bezeichnet. Dieses Komprimierungsverfahren ist sehr effektiv und ermöglicht das Speichern von Video in HD-Auflösung mit einer relativ geringen Datenrate. Aus diesem Grund wird das Verfahren unter anderem in modernen Videokameras für den Konsumermarkt eingesetzt.

HD (high definition)

HD steht für "high definition" und bezeichnet die grafische Bildauflösung der aufgenommen, bzw. ausgestrahlten Bilder. Derzeit existieren zwei unterschiedliche Aufösungen, nämlich 1280x720 und 1920x1080, wobei der erste Wert die horizontale Auflösungen und der zweite Wert die vertikale Auflösung angibt. Viele Fernsehsender bieten ihre Inhalte bereits in HD an. Ob die Inhalte dann auch tatsächliche in HD empfangen werden kann, hängt von einer Reihe von Faktoren ab.

HD Videomaterial lässt sich entweder auf einer Standard-DVD (DVD-5) in einer SD-Auflösung oder aber in der vollen HD-Auflösung auf einer Blue-Ray Disc™ vervielfältigen. 

Insbesondere bei Videokameras hat die Auflösung keinerlei Aussagekraft über die Qualität des Bildes und stellt ledigtlich ein technisches Feature dar.

Kamerakran

Einfach gesprochen, ermöglicht ein Kamerakran Perspektive die mittels Handkamera oder Stativ nicht möglich sind, insbesondere dynamische Perspektiven von oben, aber auch horizontal oder diagonal.

Der Kamerakran sieht aus wie eine Wippe, mit einem langen Ende an dem sich die Kamera befindet, und mit einem kurzen Ende an dem der Operator steht. Die Kamera ist nicht starr an dem Kamerakran befestigt, sondern befindet sich meist in einem sogenannten Remote-Head, der sich von einem Steuerpult per Fernbedienung steuern lässt. Damit kann sich die Kamera innerhalb des Remote-Heads um 2 oder sogar 3 Achsen drehen.

Die Arbeitsweise von Kamerakränen lassen sich sehr schön bei Sport- insbesondere bei Fussballübertragungen beobachten.

Komprimierung

Unter dem Begriff Komprimierung im Zusammenhang mit Video und IT, versteht man ein technisches Verfahren, bei dem die dem Video zugrunde liegenden Daten durch einen Algorithmus verkleinert werden. Diese Form von Komrimierung ist fast immer verlustbehaftet, das heisst es gehen Bild- und/oder Toninformationen verloren. Die Komprimierung findet meistens bereits in der Kamera statt, nämlich nachdem der Bildsensor die Daten durch den Analog-Digital Wandler geschickt hat. Aus diesem Grund kommen auf dem Band oder dem Datenträger viel weniger Informationen an, als der Kamera-Sensor eigentlich zur Verfügung stellt. Die Komrimierung führt also zu einem Qualitätsverlust. Moderne Komprimierungsalgorithmen wie zum Beispiel AVCHD bzw. h.264 minimieren zwar die negativen Effekte, jedoch lassen sich bestimmte Nachbearbeitungsschritte wie zum Beispiel stärkeres Colorgrading oder auch das Anwenden von Greenscreen-Verfahren nicht mehr besonders gut durchführen nachdem die Daten stark komprimiert wurden. Die im Consumerbereich üblichen Videokameras komprimieren alle mehr oder weniger stark, wo hingegen die im professionellen Bereich üblichen Kameras entweder weniger stark komprimieren oder sich dieser Schritt durch externe Recorder umgehen lässt. Die Komprimierung von Bildinformationen kann sich sowohl auf Farb-, als auch auf Helligkeitsinformationen beziehen. Außerdem kann sich die Komprimierungen auf ein einzelnes Bild beziehen, man nennt das »Intraframe« Komprimierung, oder aber auf eine ganze Reihe von Bildern, bei denen das Aussehen der folgenden Bilder »vorhergesagt« wird, man spricht dann von Interframe »Komprimierung«. Grundsätzlich versucht man für anspruchsvolle Aufnahmen immer möglichst unkomprimiert aufzunehmen, um möglichst viel Bildinformationen für den Schnitt- und die Farbbearbeitung zur Verfügung zu haben. In den späteren Schritten um das Video für die verschiedenen Medien zu »konfektionieren«, findet schlussendlich immer eine Komprimierung statt.

Kunstlicht

Mit dem Begriff »Kunstlicht«, sind in der Film- und Videotechnik zumeist Beleuchtungen gemeint, die bezüglich ihrer Farbtemperatur künstlichen Lichtquellen, insbesondere der von Innenraumbeleuchtung entsprechen. So hat Kunstlich zumeisten eine Lichttemperatur von 3.200 bis 3.400 Kelvin. Im Gegensatz dazu hat Tageslicht zwischen 5.500 und 6.500 Kelvin. Hochwertige Kunstlichbeleuchtung für Film- und Videoanwendungen hat einen hohen Color Rendering Index, oder kurz CRI-Wert. Der CRI-Wert drückt die Qualität der Farbwiedergabe aus und hat großen Einfluss darauf, wie gut eine Kamera die jeweiligen Farbe wiedergibt.

Aus technischer Sicht werden für Kunstlichtlampen im Filmbereich entweder Halogenlampen, spezielle Leuchtstoffröhren oder zunehmend sehr hochwertige LED-Systeme eingesetzt.

Kunstlicht wird vorwiegend im Innenbereich eingesetzt, da die Lichttemperatur von 3.200 Kelvin besser mit den dort vorhandenen Lampen harmoniert. Außerdem ist der Betrieb von Kunstlicht kostengünstiger, weswegen bei gleicher Eignung Kunstlicht vorgezogen wird.

MPEG-2 Video

MPEG-2 ist ein technisches Verfahren zur Komprimierung von Videodateien. Die Komprimierung der Dateien erfolgt verlustbehaftet. Die bekannte Video-DVD nutzt das Verfahren genauso, wie viele Video-Kameras im Konsumer- aber auch Profi-Bereich.

SD (standard definition)

Unter SD (Standard Definition) in Zusammenhang mit Videotechnik, versteht man die Auflösung des Bildes gemessen in Bildpunkten (Pixel). Im PAL System, welches unter anderem in Deutschland genutzt wird, ist diese 720 x 576 Bildpunkte. Im NTSC System, welches unter anderem in den USA genutzt wird, ist diese 720 x 480 Bildpunkte.

In Deutschland werden die meisten Fernsehprogramme (Stand 2012) noch in PAL Qualität konsumiert, jedoch häufig schon in HD Auflösung produziert, angeboten und gesendet.

In HD Auflösung aufgenommenes Videomaterial, lässt sich mittels Software oder Hardware in SD Auflösung konvertieren. Der umgekehrte Weg ist zwar technisch möglich, jedoch aufgrund der deutlichen Verluste von Bildqualität zumeist sehr problematisch und technisch aufwendig.

Für professionelle Videoproduktionen werden heute meist HD Videokameras eingesetzt, was aber nichts an der Tatsache ändert, dass bei der Bereitstellung und Distribution der fertigen Filme Kompromisse bezüglich Qualität und Auflösung gemacht werden müssen. So unterstützt z.B. die heute noch vorherrschende Standard Video-DVD nur die PAL-Auflösung, die deutlich unter der von HD liegt. Auch spielen bei der Distribution von Videos über das Internet, die limitierenden Bandbreiten immer noch eine große Rolle.

Steadycam

Die Steadycam, oder auch Schwebestativ genannt, dient zur Erstellung von sehr dynamischen jedoch wackelfreien Aufnahmen bei denen sich der Kameramann mit der Kamera frei bewegen oder sogar laufen kann. Dabei ist die Kamera durch eine ausgeklügelte Vorrichtung so aufgehängt, das zwischen Kameramann und Kamera durch mehrere Gelenke mit Federn, eine weitestgehend reibungsfreie Bewegung der Kamera möglich ist. Steadycam Arbeiten sind körperlich sehr anspruchsvoll, weswegen es hierfür Vorgaben für maximale Arbeitszeiten gibt.

Storyboard

Ein Storyboard wird im Bedarfsfall als ergänzendes Element zu einem Drehbuch eingesetzt. Das Storyboard soll Details verdeutlichen die so aus dem Drehbuch nicht hervorgehen. Häufig handelt es sich um Zeichnungen um die räumliche Aufteilung einer zu filmenden Szenen zu beschreiben.

Streaming-Verfahren

Beim sogenannten Streaming Verfahren werden im Gegensatz zum Download-Verfahren nicht gesamte Dateien geladen, sondern jeweils nur kleine Datenblöcke über das Internet verschickt. Der Computer und die Software des End-Users baut diese Blöcke sozusagend wieder zusammen.  Der User bekommt von diesem Vorgang nichts mit. Die bekannten Videoplattformen Youtube und Vimeo und viele andere arbeiten nach diesem Prinzip. Neben einigen anderen Pluspunkten ist der entscheidende Vorteil die Möglichkeit bereits nach wenigen Sekunden, an eine beliebige Stelle des Videos zu springen. Handelt es sich zum Bespiel um eine zweistündige Dokumentation, kann man (sofern es der Betreiber erlaubt) bereits kurz nachdem der Film gestartet hat, an eine spätere Stelle oder sogar an den Schluss des Videos »springen«.

Tageslicht

Mit dem Begriff »Tageslicht« sind in der Film- und Videotechnik zumeist hochwertige Lampen gemeint, die bezüglich Farbtemperatur und Wiedergabequalität ganz besonderen Anforderungen genügen müssen. So soll die Lichttemperatur ähnlich wie die der Sonne an einem sonnigen Tag sein, also zwischen 5.500 und 6.500 Kelvin. Außerdem soll der sogenannte Color Rendering Index, oder kurz CRI-Wert möglichst hoch sein. Der CRI-Wert drückt die Qualität der Farbwiedergabe aus und hat großen Einfluss darauf, wie eine Kamera die jeweiligen Farbe wiedergibt.

Aus technischer Sicht werden für Tageslichtlampen im Filmbereich entweder Metalldampflampen, spezielle Leuchtstoffröhren oder zunehmend sehr hochwertige LED-Systeme eingesetzt.

Tageslicht wird insbesondere dann eingesetzt, wenn das natürlich Umgebungslicht der Sonne nicht ausreicht und das eingesetzte Licht als künstliche Beleuchtung nicht wahrgenommen werden soll. Würde man Kunstlicht verwenden, wäre durch das Mischen von Lichtquellen mit unterschiedlichen Lichttemperaturen eine homogene Farbwiedergabe nicht möglich. Aus diesem Grund wird Tageslicht häufig im Außenbereich eingesetzt, während Kunstlicht häufig im Innenbereich einsetzt wird.

VFX - visual effects

Als »visual effects« werden im Bereich Film oder Video jene Effekte bezeichnet, die in der Postproduktion bzw. am zumeist am Computer entstehen. Einer der häufigsten Effekte ist das herausschneiden bzw. Ersetzen von Bildelementen mittels Bluescreen oder Greenscreen, wie es auch häufig bei Interviews eingesetzt wird. Damit der Protagonist visuell in einen thematischen Zusammenhang gerückt wird, erfolgt die Aufnahme vor einem Greenscreen Hintergrund. Dieser wird anschließend digital durch ein Bild ersetzt, sehr häufig ein Foto der Stadt aus dem die Person stammt, wohnt oder arbeitet.

Komplexere VFX Effekte sind digitale Animationen oder Kombinationen aus reellen Aufnahmen mit Computer Animationen. Heute gibt es fast keine Fernsehrproduktion, die ohne digitale Effekte auskommt.

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