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Kamerakran

Einfach gesprochen, ermöglicht ein Kamerakran Perspektive die mittels Handkamera oder Stativ nicht möglich sind, insbesondere dynamische Perspektiven von oben, aber auch horizontal oder diagonal.

Der Kamerakran sieht aus wie eine Wippe, mit einem langen Ende an dem sich die Kamera befindet, und mit einem kurzen Ende an dem der Operator steht. Die Kamera ist nicht starr an dem Kamerakran befestigt, sondern befindet sich meist in einem sogenannten Remote-Head, der sich von einem Steuerpult per Fernbedienung steuern lässt. Damit kann sich die Kamera innerhalb des Remote-Heads um 2 oder sogar 3 Achsen drehen.

Die Arbeitsweise von Kamerakränen lassen sich sehr schön bei Sport- insbesondere bei Fussballübertragungen beobachten.

Komprimierung

Unter dem Begriff Komprimierung im Zusammenhang mit Video und IT, versteht man ein technisches Verfahren, bei dem die dem Video zugrunde liegenden Daten durch einen Algorithmus verkleinert werden. Diese Form von Komrimierung ist fast immer verlustbehaftet, das heisst es gehen Bild- und/oder Toninformationen verloren. Die Komprimierung findet meistens bereits in der Kamera statt, nämlich nachdem der Bildsensor die Daten durch den Analog-Digital Wandler geschickt hat. Aus diesem Grund kommen auf dem Band oder dem Datenträger viel weniger Informationen an, als der Kamera-Sensor eigentlich zur Verfügung stellt. Die Komrimierung führt also zu einem Qualitätsverlust. Moderne Komprimierungsalgorithmen wie zum Beispiel AVCHD bzw. h.264 minimieren zwar die negativen Effekte, jedoch lassen sich bestimmte Nachbearbeitungsschritte wie zum Beispiel stärkeres Colorgrading oder auch das Anwenden von Greenscreen-Verfahren nicht mehr besonders gut durchführen nachdem die Daten stark komprimiert wurden. Die im Consumerbereich üblichen Videokameras komprimieren alle mehr oder weniger stark, wo hingegen die im professionellen Bereich üblichen Kameras entweder weniger stark komprimieren oder sich dieser Schritt durch externe Recorder umgehen lässt. Die Komprimierung von Bildinformationen kann sich sowohl auf Farb-, als auch auf Helligkeitsinformationen beziehen. Außerdem kann sich die Komprimierungen auf ein einzelnes Bild beziehen, man nennt das »Intraframe« Komprimierung, oder aber auf eine ganze Reihe von Bildern, bei denen das Aussehen der folgenden Bilder »vorhergesagt« wird, man spricht dann von Interframe »Komprimierung«. Grundsätzlich versucht man für anspruchsvolle Aufnahmen immer möglichst unkomprimiert aufzunehmen, um möglichst viel Bildinformationen für den Schnitt- und die Farbbearbeitung zur Verfügung zu haben. In den späteren Schritten um das Video für die verschiedenen Medien zu »konfektionieren«, findet schlussendlich immer eine Komprimierung statt.

Kunstlicht

Mit dem Begriff »Kunstlicht«, sind in der Film- und Videotechnik zumeist Beleuchtungen gemeint, die bezüglich ihrer Farbtemperatur künstlichen Lichtquellen, insbesondere der von Innenraumbeleuchtung entsprechen. So hat Kunstlich zumeisten eine Lichttemperatur von 3.200 bis 3.400 Kelvin. Im Gegensatz dazu hat Tageslicht zwischen 5.500 und 6.500 Kelvin. Hochwertige Kunstlichbeleuchtung für Film- und Videoanwendungen hat einen hohen Color Rendering Index, oder kurz CRI-Wert. Der CRI-Wert drückt die Qualität der Farbwiedergabe aus und hat großen Einfluss darauf, wie gut eine Kamera die jeweiligen Farbe wiedergibt.

Aus technischer Sicht werden für Kunstlichtlampen im Filmbereich entweder Halogenlampen, spezielle Leuchtstoffröhren oder zunehmend sehr hochwertige LED-Systeme eingesetzt.

Kunstlicht wird vorwiegend im Innenbereich eingesetzt, da die Lichttemperatur von 3.200 Kelvin besser mit den dort vorhandenen Lampen harmoniert. Außerdem ist der Betrieb von Kunstlicht kostengünstiger, weswegen bei gleicher Eignung Kunstlicht vorgezogen wird.

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